Wer regelmäßig Sport treibt, kennt das Gefühl: Sobald man ein paar Trainingseinheiten sausen lässt, kommt innere Unruhe auf . Muss man sich dann von einer Erkältung in seinem sportlichen Elan bremsen lassen?
Aus medizinischer Sicht spricht bei einer leichten Erkältung nichts gegen ein moderates Training: “Bei einer banalen Erkältung ohne Fieber und ohne allgemeines Krankheitsgefühl wie Gliederschmerzen oder Mattigkeit kann ein aerobes, nicht erschöpfendes Training durchgeführt werden”, das schreibt der Internist und Sportmediziner Dieter Kleinmanm in seinem Buch “Laufnebenwirkungen – Vom Ermüdungsbruch bis zum plötzlichen Herztod: Was können Sie dagegen tun?”.
Laut Kleinmann hat eine Studie gezeigt, dass 5 x 30 Minuten Joggen pro Woche (mit 70 % max. Herzfrequenz) eine Erkältung weder verlängerten und noch verschlimmerten. Im Gegenteil: Eine verstopfte Nase wird schneller wieder frei.
Wer fröstelt, sich schlapp fühlt oder gar Fieber hat, sollte jedoch auf Sport verzichten. Dann würde das Training das Immunsystem nur zusätzlich schwächen. Häufig wird behauptet, wer krank trainiert, bekommt eine Herzmuskelentzündung und fällt wonmöglich beim nächsten Wettkampf tot um. Eine Herzmuskelentzündung ist als Todesursache – besonders bei trainierten Sportlern – aber äußerst selten. Doch gerade als Hobby-Sportler ist es vielleicht auch nicht verkehrt, dem Beispiel von Triathlon-Autor trifrasch zu folgen: “Ich trainiere nur bei voller Gesundheit und voller Lust. Und sag mir in der Pause dann lieber: Regeneration ist das beste Training!!!”
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