Eigentlich sollte mein Sportprogramm im Urlaub nur aus Strandläufen bestehen. Nun ist doch noch ein “Rennen” hinzugekommen. Mein erstes in diesem Jahr. Spontan melde ich mich zum Binzer Promenadenlauf an – 7 km für 2 Euro Startgeld inkl. Verpflegung. Da kannste nicht meckern. Um Punkt 12 geht es auf die Strecke, die es in sich hat, wenn man wie ich sonst nur auf flachem Terrain trainiert: Nach einem ersten gemütlichen Kilometer an der Promenade folgt am Klünderberg eine kurze aber heftige Steigung, dann rein in den Wald, wo es nochmals bergan geht. Anschließend wieder runter auf schmalem Pfad, rauf auf den Strand. Bloß nicht über die Melonengroßen Steine stolpern. Der letzte Kilometer der ersten von zwei Runden gehört wieder der Promenade, wo mir schon die vorderen Läufer wieder entgegen kommen. Sportlich fair wie ich bin, bleibe ich nach dem Rennen noch am Ort, bei der Siegerehrung Beifall klatschen. Neugierig wie ich bin, frage ich den jungen Mann am Infostand nach meiner Platzierung. Er gibt meine Startnummer ins Notebook ein. Und ich kann mein Glück kaum fassen – 1.Platz in der Altersgruppe M35 steht da auf dem Display. Also friere ich noch ein bisschen länger im Nieselregen und warte auf meine Siegerehrung – ich werde aufgerufen und schleppe mich aufs Podest. Ich warte auf meine Altersgenossen, doch die Plätze links und rechts von mir bleiben frei. Ich schmunzle: “Man muss sich nur von der Couch bewegen und schon gibt es einen Pokal.” Die Lacher habe ich auf meiner Seite. Immerhin füllt die M40 dann das Treppchen.
Ich bin zufrieden, auch mit meiner Zeit von 37,44. Da ist noch Potenzial.
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